DEVICE AND METHOD FOR PRODUCING CODED HIGH-FREQUENCY SIGNALS
Document Number
CA Patent 2280142
Publication Date
1998-08-20
Link
Inventors
KAMMERL FRANZ (DE)
BULST WOLF-ECKHART (DE)
GERLACH HORST (DE)
SCHOLL GERD (DE)
OSTERTAG THOMAS (DE)
SCHMIDT FRANK (DE)
Abstract
Abstract of
CA2280142
The invention relates to a device for producing coded high-frequency signals, comprising a converter which converts environmental non-electrical primary energy into electrical energy, an element with nonlinear characteristic curves coupled to the converter, and a coding device coupled to the element with nonlinear characteristic curves.
Patentansprüche 1. Anordnung zur Erzeugung kodierter Hochfrequenzsignale mit - einem Wandler (10), der eine aus einem Prozess oder aus der
Umgebung der Anordnung verfügbare nicht-elektrische
Primärenergie (P) in niederfrequente elektrische Energie umsetzt, - einem Element (11) mit nichtlinearer Kennlinie zur
Umwandlung der niederfrequenten elektrischen Energie in hochfrequente elektrische Energie und - einer Kodierungseinrichtung (23) zur Erzeugung eines kodierten Signals aus der hochfrequenten elektrischen
Energie.
2. Anordnung nach Anspruch 1, bei dem zwischen dem Element (11) und der Kodierungseinrichtung (23) ein Filter (12) zur Selektion eines Schmalbandsignals aus der hochfrequenten elektrischen Energie angeordnet ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Kodierungseinrichtung (12,23) gegenüber zumindest einem Umgebungsparameter empfindlich ist und bei der dem kodierten Signal eine Information über die Art und/oder Grösse dieses Umgebungsparameters aufgeprägt wird.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 - 3, bei der der Wandler (10) zur Wandlung mechanischer Primärenergie (P) in elektrische Energie ausgebildet ist.
5. Anordnung nach Anspruch 4, bei der der Wandler (10) als Piezoelement, als Induktions Einrichtung, insbesondere mit Magnet und elektrischer Spule, oder zur Erzeugung von elektrostatischer Ladung ausgebildet ist.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 - 3, bei der der Wandler (10) zur Wandlung thermischer Primärenergie (P) mit zeitlichem oder örtlichen Gradienten in elektrische Energie ausgebildet ist.
7. Anordnung nach Anspruch 6, bei der der Wandler (10) als pyroelektrisches Element (101) oder als Thermoelementanordnung ausgebildet ist.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 - 3, bei der der Wandler (10) als strahlungsempfindliches Bauelement für IR, sichtbares Licht oder UV ausgebildet ist.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der als Element (11) mit nicht-linearer Kennlinie ein Entladungselement (13,14) vorgesehen ist.
10. Anordnung nach Anspruch 9, bei der als Entladungselement (13,14) eine Funkenstrecke oder eine Gasentladungsröhre vorgesehen ist.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der als Element (11) mit nichtlinearer Kennlinie ein Halbleiter-Bauelement vorgesehen ist, das bei einer Grenzspannung eine schnelle Widerstandsänderung zeigt.
12. Anordnung nach Anspruch 11, bei der als Element (11) eine im Sperr-Durchbruch arbeitende Diode, eine Varaktor- Diode, ein Avalange- Halbleiterelement oder ein Thyristor vorgesehen ist.
13. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der als Element (11) mit nichtlinearer Kennlinie ein Relais vorgesehen ist.
14. Anordnung nach Anspruch 13, bei der das Relais als Silizium Mikrorelais oder als Relais mit piezoelektrischer Zunge ausgebildet ist 15. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei der als Filter (12) und/oder als Kodierungseinrichtung ein elektroakustischer Wandler (110) vorgesehen ist.
16. Anordnung nach Anspruch 15, bei der der elektroakustische Wandler als OFW-Anordnung (110) oder als mit Scherwellen oder mit oberflächennahen Wellen arbeitende Anordnung ausgebildet ist.
17. Anordnung nach Anspruch 16, bei der die OFW-Anordnung (110) als Resonatoranordnung, als Verzögerungsleitung, als dispersive Verzögerungsleitung oder als angezapfte Verzögerungsleitung ausgebildet ist.
18. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, bei der die Kodierungseinrichtung (12) zur Durchführung einer Pulskompression zur störsicheren Übertragung des kodierten Signals ausgebildet ist.
19. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei der als Filter (12) ein dielektrisches Filter, ein mechanisches Filter, ein Keramikfilter, ein Koaxial Keramikfilter, ein Volumenschwinger oder ein LC-Filter vorgesehen ist.
20. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, die mit einer Antenne (24) zum Aussenden des kodierten Signals und zur Ansteuerung/Triggerung einer Empfangseinrichtung gekoppelt ist.
21. Verfahren zur Erzeugung von kodierten Hochfrequenz-Funk Signalen durchUmwandlung einer aus einem Prozess oder aus der Umgebung der
Anordnung verfügbaren nicht-elektrischen Primärenergie (P) in niederfrequente elektrische Energie mittels Reibung, piezoelektrischem, pyroelektrischem, thermoelektrischem, photoelektrischem, photovoltaischem oder elektrodynamischem
Effekt, - Umwandlung dieser niedrigfrequenten elektrischen Energie mittels eines Element (11) mit nichtlinearer Kennlinie in hochfrequente elektrische Energie - gegebenenfalls Ausfiltern eines Schmalband-Hochfrequenz signals aus einer breitbandigeren Hochfrequenzenergie und - Aufprägen einer Kodierung auf das Schmalband-Hochfrequenz signal 22. Verfahren nach Anspruch 21, bei dem eine für zumindest einen Umgebungsparameter empfindliche Kodierungseinrichtung (23) verwendet wird, die die Kodierung des Schmalband-Hochfrequenzsignals in Abhängigkeit von der Art oder Grösse des Umgebungsparameters erzeugt.
23. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22, bei dem als Umgebungparameter eine Kraft, ein Druck, eine Temperatur, eine Strahlung, ein Impedanzsprung, die Art oder Konzentration von Gasen, Flüssigkeiten, Dämpfen, chemischen oder biologischen Stoffen auf die Kodierungseinrichtung einwirkt, wobei ein von dem Umgebungparameter abhängige Kodierung des Schmalband-Hochfrequenzsignal erzeugt.
24. Verwendung der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20 als Schalter für eine mit Funk ansprechbare und/oder schaltbare elektrische Vorrichtung.
25. Verwendung der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20 zur Funk-Übertragung von für den Sender spezifischen kodierten Signalen an eine Oberwachungseinrichtung.
26.Verwendung der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20 als ohne zusätzliche Stromversorgung aktiven Sensor für einen Umgebungparameter mit drahtloser Datenübermittlung.
Description
Beschreibung Anordnung und Verfahren zur Erzeugung kodierter Hochfrequenzsignale Es ist bekannt, Hochfrequenzenergie und -signale mit Hilfe von niedrigfrequenter elektrischer Energie, z.B. (Batterie-) Gleichstrom-, Netzfrequenzstrom- und dgl. Energie aus ähnlichen Energiequellen zu erzeugen. Weit verbreitet sind netzgespeiste Hochfrequenzsender und batteriegetriebene HF Sendegeräte wie Funkgeräte, Mobiltelefone (Handy) oder schnurlose Telefone bekannt. Mit solchen Geräten können nicht-kodierte, vorzugsweise jedoch kodierte/modulierte Hochfrequenzsignale für vielfältige Funk-Informations übertragungen ausgesendet werden. Für die Fälle des Batteriebetriebs kann auch Solarenergie als primäre Energiequelle dienen, mit deren Hilfe eine wiederaufladbare Batterie bzw. ein Akkumulator bei Vorhandensein ausreichender Beleuchtung wieder aufgeladen bzw. in seinem Ladezustand gehalten werden kann.
Es ist auch bekannt, physikalische und dergleichen Daten, Messgrössen usw. fernabzufragen. Ein Beispiel für eine derartige Fernabfragung ist z.B. ein Fernthermometer, mit dem die Temperatur, z.B. eines Heisskessels, gemessen und an vom Kessel entferntem Ort angezeigt wird. Ein rein elektrisch arbeitendes Fernthermometer hat dafür eine zweiadrige elektrische Leitung zwischen dem temperaturempfindlichen Fühler und dem eigentlichen Anzeigegerät.
Bekannt sind auch fernabfragbare Einrichtungen, bei denen die Verbindung zwischen Fühler und Anzeigegerät eine Übertragung auf dem Funkwege ist. Die Datenübertragung erfolgt zwar drahtlos, jedoch ist am Ort des Fühlers, nämlich für den Sender, eine Quelle für elektrische Energie erforderlich.
Soll vollständig drahtlose Verbindung vorliegen, bedient man sich daher einer elektrischen Batterie-Energiespeisung am Ort der Datenabfrage (sofern dort nicht anderweitig eine elektrische Quelle zur Verfügung steht). Bekannt sind weiterhin fernabfragbare Einrichtungen ohne elektrische Versorgung am Fühler, bei denen die für die Datenübertragung nötige Energie drahtlos mit einem entsprechend energiereichen und breitbandigen Abfrageimpuls in eine Oberflächenwelleneinrichtung eingekoppelt und von dort nach geeigneter Signalverarbeitung passiv zurückgesendet wird. Nachteilig daran ist jedoch, dass der energiereiche Abfrageimpuls regelmässig und um so öfter ausgesendet werden muss je genauer die Messgrösse ermittelt bzw. beobachtet werden soll.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, für einen spezielleren Betriebsfall eine vorteilhaft anzuwendende Erzeugung der für einen solchen Sender notwendigen elektrischen Energie anzugeben. Dieser speziellere Betrieb besteht darin, nur in lediglich relativ kurzen interessierenden Zeitintervallen eine Funk-Informationsübertragung durchzuführen, wobei die Länge eines jeweiligen solchen Zeitintervalles klein (z.B. nur 1 Promille und kleiner) ist gegenüber den Pausen zwischen solchen aufeinanderfolgenden Zeitintervallen.
Diese Aufgabe wird mit einer Anordnung nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sowie ein Verfahren zur Erzeugung kodierter Hochfrequenzsignale gehen aus weiteren Ansprüchen hervor.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, vorzugsweise aus dem Blickwinkel der Einsparung technischen Aufwandes und auch minimierter Wartung ein Prinzip zu finden, das eine für den jeweiligen Fall völlig ausreichende Funk-Informationsübertragung unter Aufwand anderer als elektrischer Primärenergie ermöglicht.
Den Beschreibungen einzelner Beispiele vorausgeschickt sei kurz umrissen das der Erfindung zugrundeliegende Prinzip ge nannt, zu dessen eingehenderem Verständnis die dann noch nachfolgenden Beschreibungsteile dienen.
Erwähnt ist bereits der Fall der photovoltaischen Umwandlung, die jedoch bekanntermassen und ersichtlich nur eingeschränkt nutzbar zu machen ist. Sie ist abhängig von ausreichendem Lichteinfall und meist nur in Verbindung mit Energiespeicherelementen - Akkumulatoren - vernünftig nutzbar.
Die Erfindung ist darauf ausgerichtet, bisweilen sogar in sehr grosser Menge verfügbare Energie, hier als aus der Umgebung verfügbare Primärenergie bezeichnet, zu nutzen, um erfindungsgemäss elektrische Energie zum Erzeugen eines hochfrequenten Signals (Funksignal) bereitzustellen.
Solche üblicherweise nicht genutzten Primärenergien sind mechanische Verformungsenergie, insbesondere Druck oder andere Kräfte, Reibungskräfte (Niedrigtemperatur-) Wärmeenergie, Beschleunigungskräfte, Strahlung, schwingende Massen und dergleichen. Soweit hier Kräfte angeführt sind, wird für die Erfindung deren zeitlicher oder örtlicher Gradient genutzt, der zu einer Energie äquivalent ist.
Als Beispiele bislang ungenutzter Primärenergien seien die für die Betätigung eines elektrischen Schalters prinzipiell erforderliche Druck-/Verformungsenergie, mit räumlichem oder zeitlichem Temperaturgradienten verfügbare Wärme, z.B. eines Heizkörpers, und Beschleunigungsenergie einer schwingenden seismischen Masse, z.B. in einem Fahrzeug. Geeignet als Primärenergien sind auch Rütteln, Vibrieren, Luftbewegungen, Diese beispielhafte Aufzählung ist betreffend die Erfindung nicht erschöpfend und in keiner Weise als Beschränkung der Anwendung des Erfindungsprinzips zu sehen.
Das integrale Prinzip der Erfindung besteht im wesentlichen darin, aus solcher Prozessenergie einen Energieanteil abzu zweigen und diesen zunächst in wie hier definiert niederfrequente elektrische Energie umzuwandeln. In allgemeinster Form wird erfindungsgemäss darunter bereits die Trennung von Ladungen verstanden, wie sie z.B. als elektrostatische Aufladung durch Reibung entsteht. Als niederfrequent wird erfindungsgemäss auch das Erzeugen einer Spannung mit langsam ansteigender Amplitude verstanden. Auch die in pyro- oder piezoelektrischen sowie in photovoltaischen Bauelementen erzeugte Spannung lässt sich erfindungsgemäss nutzen.
Ein nächster Schritt ist, diese sogenannte niederfrequente elektrische Energie in hochfrequente elektrische Energie zu transformieren. Dazu kann erfindungsgemäss ein Element mit nicht-linearer Kennlinie (nicht-lineares Element) dienen.
Darunter wird im Sinne der Erfindung ein Element verstanden, dessen Verhalten sich in Abhängigkeit von der angelegten Spannung ab einem bestimmten Grenzwert oder in einem Grenzwertbereich sprunghaft ändert. Als Ergebnis erzeugt ein solches Element einen Stromimpuls mit steiler Flanke, was im Frequenzbereich einem Hochfrequenzsignal entspricht.
Je nach der Bandbreite dieses Hochfrequenzsignals ist es gegebenenfalls nötig, daraus ein schmalbandigeres Frequenzspektrum herauszufiltern. Möglich ist es jedoch auch, ein nicht-lineares Element zu verwenden, das für sich bereits ein ausreichend schmalbandiges Hochfrequenzsignal erzeugt.
Damit gelingt es, den vollen Energiegehalt des Hochfrequenzsignals zu nutzen.
Ein weiterer Schritt der Erfindung ist, diese hochfrequente elektrische Energie mit einer Information zu kodieren und als kodiertes (schmalbandiges) Hochfrequenzsignal auszusenden.
Diese Kodierung kann zur Identifizierung geeignet sein und/oder noch andere Informationen enthalten, z.B. über die Art und Grösse von auf die Kodierungseinrichtung einwirkenden Parametern. Dies können bestimmte physikalische Grössen wie etwa eine Temperatur, eine Kraft oder ein Impedanzsprung sein, ebenso aber auch chemische oder biologische Parameter, z.B. Konzentration und/oder Art von Gasen, Dämpfen, Flüssigkeiten, Stoffen oder biologischem Material wie z.B.
Viren oder Genen.
Ausgesendet wird ein kodiertes Hochfrequenzsignal, dessen Energieinhalt bei gegebenenfalls vorgenommenener Schmalbandselektion zwangsläufig relativ gering ist, jedoch trotzdem im Anwendungsrahmen der Erfindung ausreichend gross ist. Überraschend ist, dass trotz eines geringen Umsetzungsgrades der genutzten Primärenergie hin zur Energie des erzeugten kodierten Hochfrequenzsignals keinerlei Problem hinsichtlich der nutzbringenden Anwendung der Erfindung besteht.
Hierzu ist ergänzend darauf hinzuweisen, dass die (in angemessen begrenzter Entfernung positionierte) Funk-Empfangsstation in an sich bekannter Weise so ausgebildet und ausgestaltet ist, dass sie die Information des empfangenen (kodierten) schmalbandigen Hochfrequenzsignals erfassen kann.
Auf der Funkempfangsseite ist dies deshalb kein Problem, weil dort die energetische Versorgung des Empfängers in herkömmlicher Weise, z.B. durch ein Stromnetz, Batterien oder dgl.
gewährleistet werden kann.
Dem vertieften Verständnis der Erfindung dienen die weiteren Erläuterungen/Beschreibungen von Ausführungs-/ Anwendungsbeispielen und der dazugehörigen Figuren.
Figur 1 zeigt ein Blockschaltbild des Energieflusses.
Figur 2 zeigt das Prinzip eines Aufbaues.
Figur 3 zeigt einen integrierten Aufbau in schematischer Draufsicht Figuren 4a und 4b zeigen zwei Ausführungen eines integrierten Aufbaus in der Seitenansicht (schematisches Schnittbild).
Figuren 1 und 2: Gemäss dem Blockschaltbild nach Figur 1 ist ein Wandler 10 vorgesehen, der (die) jeweils zur Verfügung stehende Prozess-energie in elektrische Energie umwandelt.
Beispiele für einen solchen Wandler 10 sind ein piezoelektrisches Element zur Umwandlung von Druck /Verformungsenergie, ein pyroelektrischer Körper, ein Thermoelement-Paar, ein Element mit Seebeck-/ Peltier-Effekt oder dgl. zur Transformation von Wärmeenergie mit Temperaturgradient, ein elektrodynamisches oder piezoelektrisches System zur Umsetzung von Schwingungs- / Beschleunigungsänderungs-Energie in diese (hier für alle diese Beispiele) als niederfrequent definierte (elektrische) Energie. Auch Solarzellen sind geeignet. Möglich ist es auch, als Wandler (10) ein Reibungselement zu verwenden, bei dem die Reibung zwischen zwei sich unterschiedlich aufladenden Materialien eine elektrostatische Spannung als niederfrequente Energie erzeugt.
Die Höhe der erforderlichen Spannung richtet sich nach dem nichlinearen Element und reicht von einigen hundert bis tausend Volt für eine Funkenstrecke über einige zehn bis zwanzig Volt für Halbleiter-Bauelemente bis zu wenigen Volt, wie sie für Relais ausreichend sind.
Mit 11 ist ein nicht-lineares Element bezeichnet. Es dient der Transformation dieser sogenannten niederfrequenten Energie in hochfrequente Energie unter Einbezug eines inneren Schaltvorganges zur Auslösung eines in Zeitabständen erfolgenden Überganges aufgespeicherter Niederfrequenzenergie in Energie, die dann hochfrequente Eigenschaft annimmt/angenommen hat. Beispiele für ein solches nicht-lineares Element sind insbesondere eine Funkenstrecke, oder eine Gasentladungsröhre. Geeignet ist auch eine Diode mit beispielsweise Varaktor- oder Avalanche-Effekt oder ein Thyristor oder einähnlich wirkendes Halbleiterbauelement. Prinzipiell sind auch Schalter oder Relais geeignet, die zur Schaltung der teilweise geringen Ströme der niederfreqenten elektrischen Energie geeignet sind und ein entsprechendes nicht-lineares Verhalten zeigen. Beispielhaft seien hier Silizium Mikrorelais und Relais mit piezoelektrischer Zunge angeführt.
Als Kodierungseinrichtung 12 mit gegebenenfalls zusätzlicher Filtereigenschaft kommt eine Vielzahl von Anordnungen in Betracht. Insbesondere eignen sich hierfür mit Oberflächenwellen (OFW/SAW), Scherwellen oder oberflächennahen Volumenwellen arbeitende Anordnungen. Dies können Resonator Anordnungen oder ggf. dispersive oder angezapfte Verzögerungsleitungen sein. Auch elektroakustische Wandler allgemein sind geeignet, ebenso dielektrische Filter, mechanische Filter, Koaxial-Keramikfilter, Volumenschwinger z.B. Schwingquarze oder LC-Schwingkreis-Filter oder dgl.. Als piezoelektrische Materialien für solche elektroakustischen Wandler sind insbesondere geeignet Lithiumniobat, Lithiumtantalat, Quarz, Li2B407 oder Langasit (Lanthan Gallium-Silizium-Oxid).
Als Kodierungseinrichtung können vorteilhaft auch elektroakustische Wandler mit Pulskompression (spread spectrum comunication oder Breitbandkodierverfahren) eingesetzt werden. Diese erlauben eine Übertragung des kodierten HF Signals, die besonders störsicher ist und damit geschützt gegen natürliche (HF-) Störungen oder gegen absichtliche unautorisierte Beeinflussung des kodierten Signals. Dies sind z.B. die genannten dispersiven oder angezapften Verzögerungsleitungen.
Das Hochfrequenzsignal kann in einem beliebigen für die Funkübertragung bekannten oder geeigneten und mit den genannten Filtern oder Kodierungseinrichtungen erzeugbaren Frequenzbereich liegen, z.B. von wenigen Kiloherz bis zu mehreren Gigaherz.
Nachfolgend werden spezielle, praktisch anwendbare Ausführungsformen zur Erfindung beschrieben. Eine erste Ausfüh rungsform gemäss der Figur 2 ist z.B. als ein Schalter zum Einschalten eines Gerätes, einer Beleuchtung und dgl. zu verwenden. Ein sehr interessantes Anwendungsbeispiel ist der Lichtschalter in Räumen, mit dem von Hand die Beleuchtung ein- bzw. ausgeschaltet wird. Dieser Schalter bedarf überhaupt keiner Zuleitung und kann ohne jegliche elektrische Kabel-Installationsarbeit an der Wand oder dgl. angebracht werden. Bei Drücken des Schalters erfolgt mit Hilfe der Erfindung das Aussenden eines Hochfrequenzsignals, und zwar ohne dass diesem Schalter von aussen elektrischer Strom zugeführt wird. Ein irgendwo im Raum, z.B. in der Nähe der Lampe, angebrachter Empfänger spricht auf das Hochfrequenzsignals an und schaltet diese Beleuchtung drahtlos ferngesteuert ein bzw. aus. Die Figur 2 zeigt schematisch den Aufbau des die wesentlichen Gedanken der Erfindung umfassenden Teils eines erfindungsgemäss Prozessenergie nutzenden drahtlosen Schalters mit Funksignalen. Der Wandler 10 wird (wie ein konventioneller Druckschalter) mit Fingerdruck P beaufschlagt und dieser Druck P erzeugt in dem hier piezoelektrischen Element des Wandlers 10 eine Piezospannung. Als piezoelektrische Materialien für solche Wandler sind neben den für die elektroakustischen Wandler genannten insbesondere noch PVDF (Polyvinylidendifluorid) und ferroelektrische flüssigkristalline Elastomere (FLCE) geeignet.
Ein solcher Schalter kann auch als Aktor ausgebildet sein, mit dem ein HF-Signal erzeugt und ausgelöst wird, dem mittels der Kodierung eine Informamtion über eine Umgebungsparameter aufgeprägt werden kann.
Zur Erzeugung einer hohen Piezospannung eignet sich insbesondere eine mechanische Betätigungsvorrichtung mit Über-Totpunkt-Feder, die bei einer Belastung über den Totpunkt hinaus schlagartig mit der eingestellten (mechanischen) Vorspannung auf den Wandler einwirkt.
Der Wandler 10 umfasst integral oder ergänzend eine elektrische Aufladekapazität 10', die die erzeugten bzw.
getrennten Ladungen bis zur Auslösung des nicht-linearen Elements speichert. Die innere Kapazität von Piezo- oder Pyrowandlern kann dazu ausreichend sein.
In dem dargestellten Stromkreis ist als nicht-lineares Element 11 z.B. eine Funkenstrecke vorgesehen, in der im Augenblick, in dem die piezoelektrisch erzeugte Spannung genügend hoch angestiegen ist, ein Funkenüberschlag erfolgt.
Eine solche Funkenstrecke erfüllt die für das Funktionieren der Erfindung zu erfüllende Bedingung eines z.B. im Nanosekunden-Bereich erfolgenden elektrischen (Strom-)Durchbruchs zur Umsetzung in Hochfrequenzenergie. Alternativ können wie bereits erwähnt auch andere Elemente mit entsprechend schnellem Durchbruchsverhalten verwendet werden.
Der Strom dieses Funkenüberschlags geht durch eine Induktivität, z.B. ein breitbandiges Filter 20, um den Stromkreis zu schliessen. Der in dieser Induktivität 20 auftretende Spannungsabfall speist die Interdigitalstruktur 22 (Wandlerelektroden) eines Oberflächenwellenfilters 21. In diesem wird bekanntermassen eine mechanische/akustische Welle erzeugt. Die Kodierung kann durch spezielle Ausgestaltung der Interdigitalstruktur auf der Eingangs- und/oder Ausgangsseite des Filters erfolgen. Auch kann ein gemäss einer Kodierung angeordnetes Musters 23 von Reflektorstreifen vorgesehen werden, deren "Echos" die Kodierung bilden. Wird im Filter eine Kavität ausgebildet, kann sich eine resonante Schwingung ausbilden, deren genaue Frequenz die Kodierung bildet. Am Filterausgang wird das kodierte Signal erhalten.
Im Ausführungsbeispiel führt das Zusammenwirken der Interdigitalstruktur und der Reflektorstreifen bekanntermassen dazu, dass an den Dipolen der dargestellten Antenne 24 das voranstehend beschriebene (hier mit dem Kode der Struktur 23 kodierte) Hochfrequenz-Funksignal auftritt und zu dem oben erwähnten Empfänger ausgesendet wird. Eine als reflektierende Verzögerungsleitung arbeitende Oberflächenwellenanordnung liefert eine Kodierung im Zeitbereich und eine als Resonator arbeitende Anordnung (in der Figur nicht dargestellt) liefert eine Kodierung im Frequenzbereich. Auch dabei lässt sich die Kodierung in Abhängigkeit eines Umgebungsparameters vornehmen.
Zur Beschreibung einer anderen Ausführungsform der Erfindung genügt wieder die Figur 2. Bei einer Ausführungsform zur Nutzung von thermischer Prozessenergie ist der Wandler 10 z.B.
ein mit Elektroden versehener pyroelektrischer Körper (Pyroelement). Für diese Ausführungsform stellt der Pfeil P die Zufuhr von Wärmeenergie dar. Zur erfindungsgemässen Nutzung ist es erforderlich, dass diese thermische Primärenergie einen z.B. zeitlichen Temperaturgradienten hat. Dies liegt z.B. bei (wie zur Raumheizung benutzten) Heizkörpern mit thermostatischer Regelung vor, die Temperaturschwankungen des Heizkörpers im Bereich von einigen Grad Kelvin bewirkt, die für die erfindungsgemässen Zwecke (wenn auch überraschenderweise) völlig ausreichend sind. Bei dieser beschriebenen Ausführungsform erfährt der Wandler 10 abwechselnd Erwärmung und Abkühlung, was zu Ausbildung von am Pyroelement anliegender Spannung wechselnder Grösse und Polarität führt. Das nicht-lineare Element, auch hier kann dies wieder eine Funkenstrecke sein, bewirkt, dass bei Erreichen einer bestimmten (positiven oder negativen) Spannungsänderung ein Funkenüberschlag erfolgt, der die Vorgänge auslöst, die bereits zur piezoelektrischen Ausführungsform vorangehend beschrieben sind.
Ein diesbezüglich besonders interessanter Anwendungsfall ist die bisher mit anderer Energieversorgung arbeitende an sich bekannte Fern-Erfassung von Wärmeverbrauchs-Daten von Raumbeheizungen. Eine wie beschriebene Ausführungsform gemäss dem Prinzip der Erfindung kann dafür, nämlich ohne elektrische Energiezufuhr, sogar in zweifacher Weise vorteilhaft verwendet werden. Der zweite Vorteil besteht darin, dass in an sich im Prinzip bekannter Weise das Oberflächenwellenelement 21 auch zur direkten Temperaturmessung verwendet werden kann.
Die Mittenfrequenz bzw. Laufzeit des schmalbandigen Hochfrequenz-Ausgangssignals des Oberflächenwellenwandlers ist bzw.
kann temperatursensitiv (ausgeführt) sein. Steht dieses Oberflächenwellenelement mit dem z.B. Heizkörper in thermischer Verbindung, kann mit der erfindungsgemässen Ausführungsform in einer Einheit sowohl die Temperatur gemessen werden als auch mit zugeführter Wärme die notwendige elektrische Energie für den erfindungsgemäss bewirkten Hochfrequenz-Sendevorgang erzeugt werden. Jedes Signal zeigt damit einen Temperaturwechsel bzw. einen Schaltvorgang an und liefert gleichzeitig die entsprechende auf den Wandler (Pyroelement) einwirkende Temperatur. Möglich ist es auch, die Wärmeenergie nur zur Transformation in den HF Impuls zu verwenden, die Kodierung aber in Abhängigkeit von einer beliebigen anderen variablen Grösse in der Umgebung der Anordnung vorzunehmen.
Eine Ausführungsform mit Nutzung von Prozessenergie aus beschleunigungsveränderten mechanischen Bewegungen einer seismischen Masse lässt sich ebenfalls mit der Figur 2 beschreiben. Der Wandler umfasst dann diese seismische Masse und der Pfeil P symbolisiert die mechanische Energiezufuhr, die zu den Schwingungen der im Wandler 10 enthaltenen seismischen Masse führt. Diese mechanische Energiezufuhr kann kontinuierliche Wechselenergie oder auch nur jeweils einmalige Impulsenergie sein. Mittels eines Exzenters lässt sich auch die Energie rotierender Gegenstände in ein HF Signal transformieren, das dann wiederum mit Aussagen über beliebige Umgebungsparameter kodiert werden kann. Auch Vibrationen lassen sich mit seismischen Massen oder mit piezoelektrischen Wandlern bestimmen und/oder zur Transformation nutzen.
Anwendungen der Erfindung bieten sich in vielfältiger Weise z.B. im Bereich des Betriebs von Maschinen, Fahrzeugen verschiedenster Art, z.B. von Eisenbahnwagen, Strassenfahrzeugen, rollenden Paletten und dgl., zur Überwachung oder Beobachtung von flüssigen, gelösten, gas- oder dampfförmigen Medien verschiedenster Art oder auch von zu überwachenden Lebewesen an. Ein solcher Gegenstand oder ein Lebewesen, mit einer erfindungsgemässen Anordnung ausgerüstet, kann (ohne dass eine elektrische Batterie benötigt wird) erfindungsgemäss in zeitlichen Abständen fortlaufend (solange es sich bewegt oder bewegt wird) kodierte Hochfrequenzsignale aussenden. Dies kann dazu benutzt werden, aufgrund individuell/ unterschiedlich kodierter HF-Signale an den jeweiligen Gegenständen oder Lebewesen, diese aus der Ferne voneinander zu unterscheiden und gleichzeitig deren Beschleunigungs- oder Bewegungsdaten, Temperatur oder sonstigen Zustand zu erfassen. Bei Lebewesen könnte so z.B. die Bewegungsaktivität von Weidetieren, Kindern oder anderen pflege- oder überwachungsbedürftigen Personen automatisch erfasst werden.
Möglich ist es z.B., auch hier einen bestimmten Grenzwert für die Bewegungsaktivität einzustellen, wobei das kodierte Signal bei Über- oder Unterschreiten derselben ausgelöst bzw.
ausgesendet wird.
Es können erfindungsgemässe Anordnungen zum automatischen Erfassen bestimmter (z.B. thermischer oder mechanischer) Grenzbelastungen eingesetzt werden, die erst beim Erreichen dieser Grenzbelastung ein HF Signal erzeugen und dieses drahtlos an eine Empfangsstation bzw. an eineOberwachungs- einrichtung weiterleiten. So ist eine einfache erst im Bedarfsfall aktive Überwachung von physikalischen Grössen möglich. Die Höhe der Grenzbelastung kann durch den Ansprechpunkt des nicht-linearen Elements oder des Wandlers gegeben oder variierbar einstellbar sein. Eine mechanische Grenzbelastung kann auch durch eine zusätzliche vorgespannte Feder eingestellt werden, die das Ansprechen des (piezoelektrischen) Wandlers erst beim Erreichen der Vorspannkraft möglich macht. Damit lässt sich auch eine automatische Gewichtskontrolle realisieren, die beim Unter oder Überschreiten eines bestimmten Gewichts diese Information automatisch über ein kodiertes Signal an einen Empfänger bzw. eine Überwachungseinrichtung sendet. Auch eine Gewichtsveränderung lässt sich so erfassen. Damit kann die erfindungsgemäss Anordnung auch zur Überwachung gegen Diebstahl eingesetzt werden.
Figuren 3 und 4 zeigen die Ausgestaltung einer als Wärmemesser einsetzbaren integriert aufgebauten erfindungsgemässen Anordnung. Mit 101 ist ein (z.B. 1 cm2 grosser) plättchenförmiger Substratkörper mit (unter anderem) pyroelektrischer Eigenschaft bezeichnet. Zum Beispiel kann dies eine Keramik aus Bariumtitanat, Bleizirkonat-Titanat oder dgl. oder auch ein (ein-)kristallines Material aus Lithiumniobat, Lithiumtantalat oder dgl. sein. Auf den zwei Plättchenoberfläche sind zwei Flächenelektroden 41 und 42 vorgesehenen, an denen eine erzeugte pyroelektrische Spannung abgreifbar ist.
Auf dem Substratplättchen 101 ist bei der zweiten Variante nach Figur 4b ein piezoelektrisches Plättchen 110, z.B.
aufgeklebt, angeordnet, das einer noch zu beschreibenden Oberflächenwellenanordnung und weiteren Funktionen dient.
Eine optimiertere Ausführungsform ist die Ausführungsvariante der Figur 4a, bei der dieses piezoelektrische Plättchen 110 ein integraler Bereich des Substratplättchens 101 ist, vorausgesetzt, das pyroelektrische Material des Substratplättchens 101 hat ausserdem zumindest in diesem Bereich auch piezoelektrische Eigenschaft (und eignet sich auch für eine Oberflächenwellenanordnung) wie dies bei Lithiumniobat, Lithiumtantalat und dgl. (einkristallinem) Material der Fall ist.
Es sei der Vollständigkeit halber darauf hingewiesen, dass für das Prinzip der Variante nach Figur 4b das pieozoelektrische Plättchen 110 lediglich elektrisch verbunden örtlich auch getrennt vom plättchenförmigen Körper 101 positioniert sein kann, z.B. wenn das Plättchen 110 vom Körper 101 thermisch isoliert sein soll. Auch bei einer solchen Variante ist das erfindungsgemässe Prinzip von der Umwandlung der Wärmeenergie in ein Hochfrequenzsignal voll funktionsfähig. Auf den Vorteil einer Wärme kopplung zwischen pyroelektrischem Körper 101 und dem piezoelektrischen Plättchen 110 der Oberflächenwellenanordnung hinsichtlich damit verbundener Möglichkeit der Messung des jeweiligen Temperaturwertes wird noch weiter unten eingegangen. Auch im Hinblick darauf ist die Verwendung eines integralen einstückigen Plättchens als Substrat 101 und Plättchen 110 für die Oberflächenwellenanordnung, und zwar aus einkristallinem Lithiumtantalat, Lithiumniobat und dgl., für die Erfindung von besonderem Interesse.
Wie in den Figuren 4a und 4b dargestellt, ist die (untere) Rückseite des Substratkörpers 101 vorzugsweise ganzflächig, z.B. mit Aluminium (42) metallisiert. Die gegenüberliegende obere Seite des Substratkörpers 101 ist bei der Variante nach Figur 4b vorzugsweise ebenfalls ganzflächig metallisiert (41). Bei der Variante nach Figur 4a ist der Anteil des Substratkörpers 101, der hier funktionell als piezoelektrisches Plättchen 110 wirkt/dient, in der oberen Metallisierung ausgespart, nämlich um in dieser ausgesparten Fläche die noch nachfolgend beschriebenen weiteren Strukturen zu plazieren. Bei der Variante nach Figur 4b sind diese Strukturen auf dem separaten Plättchen 110 angeordnet.
Entkopplung mechanisch-thermischer Spannungen zwischen den Teilen 101 und 110 erzielt man, wenn man das Plättchen 110 statt dessen mit ohnehin erforderlichen Bonddrähten auf dem Körper 101 befestigt.
Mit 13 und 14 sind je eine Elektrode für eine Funkenstrecke bezeichnet, die, wie aus den Figuren ersichtlich, mit zueinander zugewandten Spitzen einander gegenüberstehen. Die Funkenelektrode 13 ist mit der Metallisierung 41 elektrisch verbunden. Die Funkenelektrode 14 ist als Gegenelektrode elektrisch mit einer Metallisierung 15 verbunden, die ihrerseits über Leitungen und eine noch näher zu beschreibende Drosselspule 19 mit einem Masseanschluss 18 verbunden ist, der wiederum mit der rückseitigen Metallisierung 42 des Substrats 101 verbunden ist. Entsteht zwischen den beiden Elektroden 41 und 42 eine pyroelektrische Spannung, so steht diese zwischen den Funkenelektroden 13 und 14 an und aufgrund der nichtlinearen Zündkennlinie dieser Funkenstrecke erfolgt der Überschlag erst ab einem durch die Geometrie der Funkenelektroden 13 und 14 vorgegebenen akkumulierten Pyro-Spannungswert. Die erwähnte Drossell9dient als Gleichstromleitung/Tiefpassfilter. Diese Drossel ist vorzugsweise eine als Leiterstreifen auf die Oberfläche des Plättchens 110 aufgebrachte Mäanderstruktur oder Spiralstruktur.
Mit insbesondere der dargestellten und beschriebenen ersten Variante (Figur 4a) der Ausführung einer erfindungsgemässen Vorrichtung kann auch gleichzeitig die Temperatur gemessen werden. Das Substrat 101 und das darin anteilsmässig funktionell enthaltene Plättchen 110 ist mit der Wärmequelle ohnehin des pyroelektrischen Effekts wegen wärmemässig gekoppelt. Das heisst, der Bereich 110 der Oberflächenwellenstruktur 22/23 nimmt die Temperatur des Heizkörpers an, die mit der erfindungsgemässen Vorrichtung gemessen werden soll.
Das OFW Bauelement erzeugt ein von der Temperatur abhängiges Hochfrequenzsignal. Das heisst, dass das abgestrahlte kodierte Signal die Information der augenblicklichen Temperatur des Plättchens (und damit des Heizkörpers) enthält. Am Ort des Empfangs bzw. in einer Empfangs- und Auswerteeinheit kann der ausgesandten Welle auf diese Weise die Heizkörpertemperatur aus dem kodierten Signal ermittelt werden. Um dies bei der zweiten Variante zu erzielen, wird das dort separate Plättchen 110 mit der Wärmequelle (dem Heizkörper oder dgl.) gesondert wärmegekoppelt.
Durch eine entsprechende Bemessung der Funkenstrecke der Elektroden 13 und 14 und des Wärme kontakts der Vorrichtung mit der Wärmequelle (dem Heizkörper), d.h. durch Bemessung des Wärmezuflusses in das pyroelektrische Substrat 10, kann eine vorgebbareZeit folgte der aufeinanderfolgenden Funkenauslösungen gewählt bzw. bestimmt werden. Damit ist der Takt der Abstrahlung von Signalen von der Antenne 24 gegeben.
Da die zentrale Empfangsstelle eine Vielzahl von solchen Messstellen, d.h. eingehenden Signalen verschiedener Messstellen, zu erfassen hat,.wäre es an sich notwendig, das Signalaussenden der Einzelmessstellen zeitlich zu koordinieren. Tatsächlich ist es aber so, dass von der einzelnen Messstelle ein nur Mikrosekunden langer Sende impuls von der zentralen Stelle zu empfangen ist, d.h. das Taktverhältnis von Sendeimpuls zu zeitlichem Impulsabstand extrem klein ist. Eine Koinzidenz des Aussendens zweier verschiedener solcher Messstellen ist daher extrem unwahrscheinlich und es entsteht kein unnötiger Elektrosmog.
Bei der Erfindung ist eine Kodierung insbesondere mit dem Muster der Reflektorstruktur 23 auf dem OFW Bauelement vorgesehen. Die Vielfalt der möglichen Codes ist, wie von solchen Streifenmustern her bekannt, ausserordentlich gross.
Mit einer erfindungsgemässen Vorrichtung ist die Identifizierung einer einzelnen solchen Messvorrichtung durch die zentrale Stelle problemlos.
Die erfindungsgemässe Anordnung kann somit integriert auf kleinster Substratfläche 101 untergebracht werden. Sie ist somit handlich und lässt sic
Zu einem System, das mit einer wie erfindungsgemässen Anordnung arbeitet, gehört die schon mehrfach genannte Funk-Empfangsstation mit Signalauswertung. Innerhalb dieses Systems bedarf es keiner Drahtverbindung zwischen der Anordnung und der Empfangsstation und die Anordnung selbst bedarf keiner elektrischen Energiezufuhr von aussen, obwohl sie keine elektrische Batterie enthält. Es sei jedoch auf einen Sonderfall hingewiesen, bei dem eine von der Erfindung Gebrauch machende Anordnung doch eine aufladbare Batterie enthält, die jedoch (ohne elektrische Energiezufuhr von aussen) aus erfindungsgemäss erzeugter, wie hier definiert niederfrequenter elektrischer Energie über den Zeitablauf hinweg immer wieder aufgeladen wird. Die damit gewonnene Autarkie der Anordnung beruht gänzlich auf der Nutzung der Erfindung.
Bezugszeichenliste 10 Wandler 11 Transformer von niederfrequenter in hochfrequente