P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Tunnelofenwagen mit einem aus mehreren, feuerfesten Fertigteilen bestehenden Plateau, wobei die einzelnen Fertigteile; auf dem Unterbau des Tunnel- ofenwagen arretiert sind, dadurch gekennzeichnet, dass die an den Ecken des Unterbaues (1) gelegenen Fertigteile (3,5,6,8) an ihren äusseren Ecken mit gesondert arretierten Eckteilen (9 bis 12) aus einer dichten feuerfesten Baumasse mit einer gegenüber den Fertigteilen(3,5,6,8) höheren Wärmespeicherkapazität versehen sind.
2.Cfunnelofenwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieckteile (9 bis 12) die Form eines Viertelkreisausschnittes aufweisen.
3.'Dunnelofenwagen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Radius des Viertelkreises zwischen 150 und 350 mm beträgt.
4. Tunnelofenwagen nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die sich gegenüberliegendenFlächen der Fertigteile(3,,G,8) und der Eckteile (9 bis 12) eine Versatzfuge (25) bilden.
5. Tunnelofenwagen nach Anspruch 4, dadurchge- kennzeichnet, dass dieVersatzfugen (25) durch übereinander liegende Vorsprünge (23 und 24) an den Eckteilen (9 bis 12) und den Fertigteilen (3,5,6,8) gebildet sind.
6. Tunnelofenwagen nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Eckteile (9 bis 12) an ihren Unterseiten mitzusatzlichen Arretierungs- noppen (19 bis 22) versehen sind.
7.unnelofenwagen nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fertigteile (3,5,6,8) aus einem hydraulisch abbindenden, dichten Feuerbeton bestehen.
8. Tunnelofenwagen nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurchekennzeichnet, dass die Eckteile (9 bis 12) aus einer chemisch-keramisch abbindenden Granulat Stampfmasse bestehen.
9. Tunnelofenwagen nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Fertigteile (3,5,6,8) und dieSteile (9 bis 12) werksmässig vorgefertigt und dabei auf 300 bis 5000C vorgetrocknet sind.
Description
Feuerfestes Plateau fürrrunnelofenwagen
Feuerfestes Plateau für Tunnelofenwagen Die erfindung betrifft einen Tunnelofenwagen mit einem aus mehreren, feuerfesten Fertigteilen bestehenden Plateau, wobei die einzelnen Fertigteile auf dem Unterbau desTunnelofenwagens arretiert sind.
Derartige Tunnelofenwagen werden u.a. in der Keramik Industrie zumrennen vonKeramikteilen eingesetzt.
Auf dem feuerfesten Plateau sindWagenaufbauten, wie Stützen, Gestelle, Etagenregale od.dgl. zur Aufnahme des Erenngutes abgestützt.
Bedingt durch die hohen Brenntemperaturen von etwa 1400 bis 14500C und der hohen Durchlaufgeschwindigkeit der Wagen durch den Tunnelofen, ergibt sich zwangsläufig ein schnelles, schockartiges Abkühlen der feuerfesten Plateauteile. Dies führt insbesondere an den sich schnellerabkühlenden ecken des Plateaus zu Rissbildungen, wobei die Risse durch die gesamte Plateaustärke verlaufen und ein allmähliches Ablösen der Plateauecken bewirken, was wiederum zum Einstürzen derWagenaufbauten führt. Besonders in derPorzelanindustrie mit ihrem kleineren, zum Teil sehr wertvollen Brenngut verursachen derartige Riss- bildungen mit nachfolgendem einsturz der Aufbauten grosse Schäden.Um der Gefahr einesWagenaufbau-Ein sturzes zu begegnen, mussten die Wagen bereits bei der geringsten Rissbildung ausrangiert und das Plateau erneuert werden. Abgesehen von den hohen Betriebsverlusten infolge der Wagen-Stillstandszeiten, entstehen zusätzliche hohe Reparaturkosten durch stän- diges Auswechseln der mit Rissen versehenen Plateau Fertigteilen.
Zur Beseitigung der beschriebenen Nachteile wurden die Fertigteile während langjähriger Versuche aus immerhöherwertigeren Materialien gefertigt. Obwohl die Ergebnisse bei der Verwendung der besserenNa- terialien immer besser wurden, wurde diel'reisre- lation unter Einbeziehung der zu erwartenden Durchlaufzeiten der Wagen nicht günstiger.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass die Rissbildung vermieden wird, wenn die an den Ecken des Tunnelofenwagens gelegenen Fertigteile an ihren äusseren Ecken mit gesondert arretierten Eckteilen aus einer dichten feuerfesten Baumasse mit einer gegenüber den Fertigteilen höherenWuirmespeicher- kapazität versehen sind.
Die gesonderte Ausbildung der-!Jagenecken aus einem Material mit höherer Wärmespeicherkapazität erbringt den Vorteil, dass dieses Material seine gespeicherte Wärme langsam an seine Umgebung abgibt und daher isolierend auf denWagenkern wirkt.
Als eine besonders vorteilhafte Form für dieSck- teile hat sich der Viertelkreisausschnitt mit einem Radius zwischen 150 und 350 mm herausgestellt. Die Eckteile müssen ebenso wie die übrigen Teile des Plateaus mit dem Unterbau des Tunnelofenwagens arretiert sein. Für eine arretierung in horizontaler Richtung sind mit der Unterseite derickteile verbundeneNop-pen vorgesehen, die in Aussparungen destfagenuntcrbaues eingelegt sind.lirur Arretierung der Eckteile in vertikaler Richtung ist eineWersatz- fuge zwischen den sich gegenüberliegenden Flächen derssck- und Fertigteile vorgesehen.Die Versatzfuge kann in vorteilhafter Weise durch übereinander liegende Vorsprünge an den Eck- und Fertigtei- len gebildet sein.
Die Verwendung von werksmässighergestellten Fertigteilen bietet weiter den Vorteil einer optimalen Materialverarbeitung, so dass Verarbeitungsfehler auf derbaustelle vermieden werden. Darüber hinaus gestattet der Einsatz von Fertigteilen dieLager- haltung von positionierten Teilen, sowieliurze i;ontagezeiten, da die Teile nur in einem Spezialmörtelbett auf intakteWagenunterbauten mit Aussparungen aufgelegt werden. Durch komplette Auslegung des Plateaus mit Fertigteilen, die bereits imerk auf 300 bis 5000C vorgetrocknet sind, werden hoheAnfangs festigkeiten erreicht und Aufheizschwieriegkeiten umgangen.
Als Material für die vierteilkreisförmigenBetteile wird eine chemisch-keramisch abbindende Granulat Stampfmasse verwendet, die eine dichte feuerfeste Baumasse mit hoher Wärmespeicherkapazität darstellt.
Für die übrigen Fertigteilekommt ein hydraulisch abbindender, dichter Fertigteil-Feuerbeton zum Einsatz. Beide Materialien bisitzen aufeinander abgestimmte hoheTemperaturwechselbeständigkeiten, hohe Anwendungsgrenztemperaturen und hohe Festigkeitswerte, so dass die+Rissbildung verursachende, schockartige Abkühlung derZecken des Plateaus vermieden wird.
Jin Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im nachfolgenden naher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht des Plateaus,
Fig.2 eine Draufsicht auf das Plateau, +die
Fig. 3 einen Schnitt gemäss Linie A - B in Figur 2,
Fig. 4 cinen Schnitt gemäss LinieG - D inFigur 2.
Auf dem Unterbau 1 eines nicht naher dargestellten Tunnelofenwagen ist ein feuerfestes Plateau 2 aufgelegt. Das aus einzelnen feuerfesten Fertigteilen 3 bis 8bestehendc Plateau 2 weist an den vier Ecken noch zusätzliche Eckteile 9 bis 12 auf, die getrennt von den Fertigteilen 3,5,6 und 8 ausgebildet sind.
Sowohl die Fertigteile 3 bis 8 als auch die Eckteile 9 bis 12 sind an ihren Unterseiten mitnoppen 13 bis 18 bzw. 19 bis 22 versehen, die in nicht dargestellten Aussparungen eines Spezialmörtelbettes des Wagenunterbaues zur Arretierung eingelegt sind.
Darüber hinaus sind dieckteile 9 bis 12 mittels einer Versatzfuge 25 gegen Abheben gesichert. Zu diesem Zweck sind die Eckteile 9 bis 12 an den zu den Fertigteilen gerichteten Flächen jeweils miteinem+Vorsprung 23 und die Fertigteilen 3,5,6 und 8 an den zu den Eckteilen gerichteten Flächen jeweils mit einem oberen Vorsprung 24 versehen. Beide Vorsprünge 23 und 24 bilden gemeinsam die Versatzfuge 25.